Paulusverein

Sinn und Zweck

Wer ein Grab durch den Paulusverein versorgen lassen will, zahlt eine bestimmte Stiftungssumme ein. Vertraglich wird der Verein verpflichtet, das Grab bis zur Aufhebung, längstens aber während 30 Jahren, zu unterhalten. Das Grab wird zweimal jährlich durch einen Gärtner neu bepflanzt, der Verein sorgt für Bewässerung und Grabfplege.

Geschichte, Organisation und Tätigkeiten

Anlass für die Gründung des Vereins war seinerzeit die Erkrankung von Pfarrer Schmidlin (1845-1917). Zu seiner Entlastung sollte ein Vikar angestellt werden. Die Kirchgemeinde hatte aber kein Geld dafür. So taten sich einige katholisch-konservative Männer unter der Leitung von Jonas Burki, Kantonsrat, zusammen und gründeten des Ortsverein Biberist mit dem Zweck, einen Vikariatsfonds zu äufnen. Bis in die 1960er-Jahre unterstützte der Verein, der später Vikariatsfondsverein genannt wurde, den Vikar. Als die Vikariatsstelle aus Mangel an im Bistum tätigen Vikaren nicht mehr besetzt werden konnte, entfiel der ursprüngliche Stiftungszweck und der Verein wurde umfunktioniert und umbenannt in Paulusverein Biberist. Schon 1912 wurden vom Verein die ersten Stiftungssummen entgegen genommen, mit deren Ertrag die Gräber der Stiftung besorgt wurden. Die Gräberbesorgung wurde im Laufe der Zeit immer wichtiger und ist heute die Hauptaufgabe des Vereins. Er besorgt über 100 Gräber auf dem Friedhof Biberist im Auftragsverhältnis. Im Laufe der Zeit unterstützte der Verein immer wieder auch pastorale Pfarreitätigkeiten, was zur zweiten wichtigen Vereinsaufgabe wurde. Der Verein zählt um die 60 Mitglieder. Der wichtigste Anlass ist die jährliche Generalversammlung, die gleichzeitig das Überwachungsorgan des Vorstands ist, der die Geschäfte leitet. Dazu kommt jedes Jahr ein kleiner kultureller Anlass. Alle zwei Jahre organisiert der Verein das Essen am Erntedankfest für die ganze Pfarrei.

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